BUTTING – Die Geschichte des EdelstahlesSchon geraume Zeit vor der Jahrhundertwende 1900/2000 wurde entdeckt, dass sich durch Zugabe von Nickel und Chrom das Korrosionsverhalten von Stahl verbessern lässt. Die einzelnen mit diesen Elementen angereicherten Stähle waren jedoch noch nicht ausgereift bzw. für den praktischen Einsatz ungeeignet.
Der entscheidende Durchbruch gelang 1912 in Deutschland: Mit der Kombina- tion von Nickel und Chrom in Verbindung mit einer genau dosierten Wärmebe- handlung erzielte man erstmals ein Optimum an Korrosionsbeständigkeit und zugleich gute mechanische Eigenschaften. Im gleichen Jahr wurde schließlich der erste „nicht rostende Stahl” von der Firma Krupp in Essen patentiert. Mit diesem Patent begann die industrielle Anwendung von Edelstahl, die sich ins- besondere seit 1950 schnell in vielen Branchen etabliert hat.
Die damals von Krupp aus V für Versuch und A für Austenit gebildeten Bezeich- nungen V2A (CrNi-Stahl), V4A (CrNiMo-Stahl) werden nach wie vor als Syno- nyme für Edelstahl gebraucht. Ganz neutral dagegen spricht man in der Branche von „Edelstahl Rostfrei” oder im Fachjargon kurz von „Rostfrei” bzw. „Inox”. International gebräuchlich ist die Bezeichnung 18/10 oder 18/8, womit das Legierungsverhältnis von Chrom und Nickel im rostfreien Stahl gekenn- zeichnet wird. Seit 1958 ist die Bezeichnung „Edelstahl Rostfrei” eingetragenes Warenzeichen.
Die heutige Bedeutung des Werkstoffes Edelstahl spiegelt sich in seinem stetig steigenden Produktionsvolumen wider: Zwischen 1990 und 2000 ist die Jahres- Rohstahlerzeugung an nicht rostenden Stählen weltweit über 40 %, von ca. 12,8 Mio. t auf ca. 18,4 Mio. t, angestiegen. Prognosen gehen davon aus, dass sich dieses Wachstum signifikant fortsetzen wird.
BUTTING – Fortschritt aus Tradition
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